09.09.16

Homosexualität und christliche Gemeinde

Die Auferstehungskirche ist seit September 2016 Mitglied bei der Initiative Regenbogen in der Landeskirche Württemberg

Die politische Gleichstellung von Homosexuellen ist im Moment in unserer Gesellschaft und europaweit ein breit diskutiertes Thema. Weltweit geht man davon aus, dass in allen Kulturen ca. 5 bis 10 % der Männer und Frauen homosexuell sind.

Die Landeskirchen in Deutschland haben unterschiedliche Haltungen zum Thema Homosexualität, die zu einer uneinheitlichen Praxis führen. Vor kurzem hat die badische Landeskirche entschieden, dass homosexuelle Paare, die eine eingetragene Partnerschaft eingegangen sind, den kirchlichen Segen empfangen können.

In Württemberg wurden evangelische Kirchengemeinden von der Aktionsgruppe „Bündnis Kirche und Homosexualität“ angeschrieben und gebeten, Stellung zu nehmen zu der Frage, ob sie einer Gleichstellung von Lesben und Schwulen in der Landeskirche zustimmen können. Dies bedeutet beispielsweise, dass Homosexuelle den kirchlichen Segen für ihre Beziehung empfangen oder dass homosexuelle Paare im Pfarrhaus zusammen leben können. Die Aktionsgruppe will möglichst viele Gemeinden gewinnen, die der Forderung der Gleichstellung zustimmen. Das Ergebnis wird der Synode mit der Bitte übergeben, dass sich weitere Gemeinden diesem Anliegen anschließen und die Rahmenbedingungen für eine Gleichstellung in der Württembergischen Landeskirche geschaffen werden. Die Presse wird über die Aktion informiert.

Der Kirchengemeinderat der Auferstehungskirche hat diese Anfrage diskutiert und einer Gleichstellung von Homosexuellen einstimmig zugestimmt. Gleichzeitig ist es dem Kirchengemeinderat bewusst, dass diese Frage in der Gemeinde sicherlich nicht einheitlich gesehen wird. Daher sind Informationen und Gespräche zu diesem Thema notwendig. Pfarrer, Vikar und Kirchengemeinderäte sind gerne bereit, mit Gemeindegliedern ins Gespräch zu kommen oder auch Gemeindegruppen zu besuchen. Wichtig ist uns dabei der respektvolle Austausch – auch Andersdenkenden gegenüber. Kommen Sie auf uns zu!

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