24.03.14

Abschied von Gudrun Lenz

Am 23. März 2014 verabschiedete sich Gudrun Lenz von der Auferstehungskirche.

Im Jahr 1989 übernahm sie als Sozialpädagogin die hauptamtliche Leitung der Jugendarbeit in der Auferstehungskirchengemeinde und war somit 25 Jahre hier in der Gemeinde tätig.

Die Kinderferienwoche hat sie aus der Taufe gehoben und mit einem enormen Aufwand jedes Jahr aufs Neue gestemmt. Mit unglaublichem Einsatz hat sie immer wieder neue Mitarbeiter gewonnen, die sie mit ihrer Begeisterung anstecken konnte. Das Evangelische Stadtjugendwerk hat sie als Mitglied des Gründungsvorstands aus der Taufe gehoben. Die Stadtteilarbeit war ihr immer sehr wichtig, Vernetzung mit den anderen Trägern der Jugendarbeit.

Pünktlich, zuverlässig und zielstrebig, so bleibt sie mir in Erinnerung – als Diakonin, die gut zuhören konnte, mit Beharrlichkeit das Gespräch suchte und immer mit Offenheit ihre Meinung vorbrachte, auch wenn sie manchmal nicht bequem war. Zusammenführen der verschiedenen Standpunkte, Suchen nach den Kompromissen, war aber immer wieder auch ihr Anliegen. Dabei war sie immer kreativ, legendär waren ihre Ideen und ihr Materialschatz.

Die Auferstehungskirchengemeinde wünscht Gudrun Lenz alles Gute und Gottes Segen für die neue Zeit!

Reinhold Kempt

 

Rückblick und Dank

Als ich 1989 vom Hohbuch in die Auferstehungskirche und nach Betzingen kam, wollte ich noch drei Jahre in der Jugendarbeit bleiben und mich dann beruflich neu orientieren. Viele Jahre sind daraus geworden und das lag unter anderem daran, dass sich immer wieder „neue Türen“ geöffnet haben, die für mich interessant und spannend waren.

Früh begannen wir mit Konfirmandenbegleitung, sprich flankierenden Angeboten der Jugendarbeit für die Konfirmanden. Kleingruppenarbeit, Gemeindepraktikum und Jugenddiscos sind hier die Stichworte. Eine ganz „neue Türe“ war zu Beginn des neuen Jahrtausends der „Ökumenische Jugendtreff“ in den Räumen von St. Peter und Paul mit sog. Jugendlichen von der Straße, die damals den Stadtteil „unsicher“ gemacht haben. Später entstand aus dem Mitarbeiterteam der KiFeWo die Jugendband, ein Projekt, das ich immer als großes Geschenk empfunden habe.

Ich möchte mich bedanken, dass sie mir eine lange Wegstrecke in der AK so zur Seite standen, dass ich das Gefühl hatte, hier bin ich richtig und hier geht was, hier fühle ich mich ein Stück zuhause, hier kann ich mit Freude und Engagement arbeiten.

Weil alles seine Zeit hat, habe ich mich nach vierzig Jahren kirchlicher Arbeit entschieden, mich zu verabschieden. Ich freue mich auf viel Zeit und Freiräume, aber auch auf ein Wiedersehen bei der einen oder anderen Veranstaltung in der Auferstehungskirche und in der Gesamtkirchengemeinde.

Ihre Gudrun Lenz