Das Reich Gottes

Predigt zum 28. Februar 2021 von Pfarrer Patrick Mauser

Liebe Leserinnen und Leser,


beeindruckende Texte waren diese Woche zu lesen. Sie sammeln sich für mich um das „Reich Gottes“. Vielfältig und manchmal missverständlich ist dieser Begriff – er muss mit Leben gefüllt werden. Unterwegs mit Markus passiert das. Kursiv können Sie den Bibeltext aus der Basisbibel lesen. Danach folgen Gedanken von mir zu den Abschnitten. Auch passende Lieder finden sie, wenn Sie zu Hause singen oder lesen möchten.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

Pfarrer Patrick Mauser


Gottes Reich – Eine besondere Pflanze
Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Wieder einmal war Jesus am See und begann, die Menschen zu lehren. Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn, dass er in ein Boot stieg. Dort setzte er sich hin. So war er auf dem See, und die Volksmenge blieb am Ufer. Jesus erklärte ihnen vieles von seiner Lehre in Form von Gleichnissen.
Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden
Jesus sagte zu den Menschen: »Hört mir zu! Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. Während er die Körner auswarf, fiel ein Teil davon auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten sie auf. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Körner gingen schnell auf, weil sie nicht tief im Boden lagen. Aber als die Sonne hoch stand, wurden die Pflanzen verbrannt. Sie vertrockneten, weil sie keine tiefen Wurzeln hatten. Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln. Die Disteln schossen hoch und erstickten die junge Saat. Deshalb brachten sie keinen Ertrag. Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden. Die Körner gingen auf, wuchsen heran und brachten Ertrag: manche dreißigfach, andere sechzigfach, andere sogar hundertfach.«Und Jesus sagte: »Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«


Gedanken zu „Gottes Reich – Eine besondere Pflanze“
Wie kann es sein, dass diese Kirche hier nicht aus allen Nähten bricht? Wer will denn nicht hören, dass er geliebt ist von einem Gott, mit dem alles begann, von dem alles kommt, der überall und jederzeit bei dir ist und der einem vergibt, an was ich scheitere – scheitern muss, wenn man ein Leben lebt, das echt ist. Echt heißt: Geboren werden unter jemandes Schmerzen, angewiesen sein, verstehen lernen, Sinn finden, Lieben lernen, abgelehnt werden aushalten. Dinge wagen, Scheitern. Genießen und verzichten lernen. Sich ausleben, feiern und seine Grenzen akzeptieren. Weiser werden dürfen, akzeptieren, dass man damit auch älter wird. Verletzlichkeit sehen, aushalten, dass das Leben Beginn und Ende hat.
In dieser Schönheit und Tragik des Lebens: wer will da nicht ein Gotteskind sein?

Im Bild von Jesus gibt es schwere Hindernisse: in ein Ohr, ins andere heraus: Heute bin ich mein eigener Herr und mein Gott sind die Möglichkeiten, die mir Menschen anbieten, die mir etwas verkaufen wollen. Sie wollen mich bei meiner Freiheit und Selbstbestimmtheit als Mensch ansprechen und sie packen mich bei meiner Unsicherheit und bei der Leere in meiner Seele. Dann gibt es die Probieren, und die die gehindert werden – durch was auch immer. Und manches fiel auf guten Boden und brachte gute Frucht. manche dreißigfach. Für jeden, der von Gottes Botschaft berührt wird, passiert mehr Gutes, als nur für ihn. Der Apostel Paulus schreibt, dass es einen Menschen von Grund auf verändert und sein Menschsein erweitert. Für sich und andere. Das ist bis heute gleich beeindruckend, von dieser Botschaft berührt zu werden. Darum kamen Sie damals, wie heute, aus Dörfern und aus Städten…

Gottes Reich – Sichtbar und immer im Wachstum
Das Gleichnis von der Lampe

Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Bringt man etwa eine Öllampe in einen Raum, um sie dann unter einen Tontopf zu stellen? Natürlich nicht! Vielmehr stellt man sie auf einen Lampenständer. Es gibt nichts Verborgenes, das nicht zutage kommen soll. Und nichts geschieht im Geheimen, das nicht ans Licht kommen soll. Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«
Weiter sagte er zu ihnen: »Beachtet das, was ihr hört. Der Maßstab, den ihr an andere anlegt, wird auch für euch gelten. Wenn ihr großzügig messt, werdet ihr noch dazubekommen. Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben. Doch wer nichts hat, dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.«
Das Gleichnis vom Senfkorn
Dann fragte Jesus: »Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen? Mit welchem Gleichnis können wir es beschreiben? Es ist wie bei einem Senfkorn: Wenn es in die Erde gesät wird, ist es das kleinste aller Samenkörner, die ausgesät werden. Aber wenn es ausgesät ist, geht es auf und wird größer als alle Sträucher. Es bringt so große Zweige hervor, dass die Vögel in seinem Schatten ihr Nest bauen können.«


Gedanken zu „Gottes Reich – Sichtbar und immer im Wachstum“
Die gute Nachricht Gottes durch seinen Sohn Jesus ist eine, die gehört werden soll. Man stellt doch auch kein Licht UNTER etwas, es soll leuchten – es soll wirken. Und es soll aufdecken: und nur wenn es aufdeckt, wenn das Licht etwas anleuchtet, kann man es ändern. Eigene Baustellen oder fremde. Das Licht des Evangeliums ist immer auch ein Prüfstand. Wer ein Ohr für so etwas hat, der soll gut zuhören, hier wird nicht gelabert! Hier wird Leben gestaltet: von Oben: Lebensregeln: Welchen Maßstab du an andere anlegst, denke daran, wie es dir mit ihm gehen wird. Du bekommst ihn auch. Sei großzügig mit allem, dann sind die guten Mächte, die dich umgeben, großzügig mit dir. Ach, der Großmut und die Gleichgültigkeit, bis hin zur dreisten Kriminalität, die man damit umgehen könnte.
Ein kleines Senfkorn Hoffnung, sind diese Weisungen für mich. Ich hoffe, die Menschen, die mich treffen, beherzigen Sie – das tut mir gut. Und ich hoffe, ich kann sie bei meinen Begegnungen beherzigen. Damit dieses Senfkorn wächst und tatsächlich Leben, Gesellschaft und die Welt positiv beeinflusst. Dann wird eine kleine Geste zu etwas Großem. Diese so stolze Welt, könnte diese gute Art der Demut brauchen…

Gottes Reich – Ruhe im Sturm
Im Sturm auf die Probe gestellt

Am Abend dieses Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Wir wollen ans andere Ufer fahren.« Sie ließen die Volksmenge zurück und fuhren mit dem Boot los, in dem er saß. Auch andere Boote fuhren mit. Da kam ein starker Sturm auf. Die Wellen schlugen ins Boot hinein, sodass es schon volllief. Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen. Seine Jünger weckten ihn und riefen: »Lehrer! Macht es dir nichts aus, dass wir untergehen?« Jesus stand auf, bedrohte den Wind und sagte zum See: »Werde ruhig! Sei still! «Da legte sich der Wind, und es wurde ganz still. Jesus fragte die Jünger: »Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr immer noch keinen Glauben?« Aber die Jünger überkam große Furcht. Sie fragten sich: »Wer ist er eigentlich? Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!«

Gedanken zu „Gottes Reich – Ruhe im Sturm“
Wisst ihr was mich tröstet? Dass selbst die Jünger, die so nah an Jesus dran waren, manchmal nicht kapieren, was sie das erlebt haben. Sie fragen nach einer Weile mit ihm und Heilungen und Wundern „Wer ist er eigentlich?“. Ach, tut mir das gut. Wenn ich das lese, dann sehe ich mich so leicht als einer von den armen Gestalten da in einem Boot, auf einem See, mitten in einem Sturm. Schnell sehe ich in meinem Leben Wellen in mein Boot schlagen. Ich kann mir vorstellen, dass das einfach menschlich ist. Die Definition von Wellen ändert sich vielleicht, wenn ich mir vorstelle, was ich so erlebe und was mein Opa so erlebt hat. Vielleicht ist es aber genau das Argument, dass ich heute denken muss: ich DARF mich gar nicht mies fühlen, weil ich nichts Vergleichbares erlebt habe. Aber Elend gibt es immer und überall. Egal in welchen Zeiten und Umständen. Und wo es Elend gibt, gibt es Zweifel. Also tröste dich, du darfst zweifeln. Sogar diejenigen, die wörtlich mit Jesus in einem Boot waren. zweifelten. Und jetzt das Beste daran: er war enttäuscht, ja – er ärgerte sich vielleicht. Aber vorher: er bedrohte den Sturm, er sorgte für seine Jünger. Er verließ sie nicht – er könnte es ja. Er lässt sie nicht untergehen. Er mag sich wundern, er ist ja immerhin auch ein Mensch, zuerst wendet er sich ihnen zu, zuerst kümmert er sich um ihre Angst. Denn seine Jünger, seine Kinder, alle Menschen sollen aufatmen, sollen leben…

Gottes Reich – Heilsame Nähe und Macht
Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird
Jesus und seine Jünger kamen auf die andere Seite des Sees in das Gebiet der Stadt Gerasa. Sofort als Jesus aus dem Boot stieg, kam ihm aus den Grabkammern ein Mann entgegen. Der war von einem bösen Geist besessen. Der Mann hatte sein Zuhause in den Grabkammern. Niemand konnte ihn bändigen, nicht einmal mit Ketten. Schon oft hatte man ihm die Füße gefesselt und Ketten angelegt. Aber er hatte die Ketten und Fußfesseln immer wieder zerrissen. Keiner wurde mit ihm fertig. Tag und Nacht war er in den Gräbern oder auf den Bergen. Dabei schrie er und verletzte sich selbst mit Steinen. Als der Mann Jesus von Weitem sah, lief er herbei und warf sich vor ihm nieder. Mit lauter Stimme schrie er: »Was willst du von mir, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäl mich nicht!« Denn Jesus hatte zu ihm gesagt: »Du böser Geist, gib diesen Menschen frei!« Jesus fragte ihn: »Wie heißt du?« Er antwortete: »Ich heiße Legion, denn wir sind viele.« Und er bat Jesus: »Vertreibe uns nicht aus dieser Gegend!« Auf einem Berghang in der Nähe weidete eine große Schweineherde. Die bösen Geister baten Jesus: »Schick uns doch in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren können.« Und er erlaubte es ihnen. Da verließen die bösen Geister den Mann und fuhren in die Schweine. Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und ertrank. Es waren etwa 2.000 Tiere.
Die Schweinehirten ergriffen die Flucht und erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern. Die Leute kamen herbei, um selbst zu sehen, was geschehen war. Sie kamen zu Jesus und sahen den Mann, in dem die Legion böser Geister gewesen war. Er saß ruhig da, war angezogen und ganz vernünftig. Da fürchteten sich die Leute. Diejenigen, die es mit angesehen hatten, berichteten ihnen alles: Was mit dem Mann geschehen war, den die Dämonen beherrscht hatten, und wie es den Schweinen ergangen war. Da forderten sie Jesus auf, aus ihrer Gegend wegzugehen.
Als Jesus in das Boot steigen wollte, bat ihn der Mann, den die Dämonen beherrscht hatten: »Ich möchte bei dir bleiben.« Aber er erlaubte es ihm nicht, sondern sagte zu ihm: »Geh nach Hause zu deiner Familie. Erzähl ihnen, was Gott für dich getan hat und wie er dir seine Barmherzigkeit gezeigt hat.« Da zog der Mann los. Er verkündete in dem Gebiet der Zehn Städte, was Jesus für ihn getan hatte. Und alle staunten darüber.
Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf
Jesus fuhr in dem Boot zur anderen Seite des Sees zurück. Dort versammelte sich eine große Volksmenge um ihn. Als er noch am See war, kam einer der Synagogenleiter dazu –ein Mann namens Jairus. Als er Jesus sah, warf er sich vor ihm nieder. Er flehte ihn an: »Meine kleine Tochter liegt im Sterben. Bitte komm! Leg ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und am Leben bleibt.« Da ging Jesus mit Jairus. Eine große Volksmenge folgte ihm und umdrängte ihn.
Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt. Sie hatte bei vielen Ärzten viel durchgemacht und alles dafür ausgegeben, was sie besaß. Aber es hatte nichts genützt –die Blutungen waren nur noch schlimmer geworden. Die Frau hatte von Jesus gehört. Sie drängte sich in der Volksmenge von hinten an ihn heran und berührte seinen Mantel. Denn sie sagte sich: »Wenn ich nur seinen Mantel berühre, werde ich gesund.« Im selben Augenblick hörte die Blutung auf. Sie spürte, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Jesus merkte sofort, dass Kraft von ihm ausgegangen war. Er drehte sich in der Volksmenge um und fragte: »Wer hat meinen Mantel berührt?« Seine Jünger antworteten: »Du siehst doch, wie die Volksmenge sich um dich drängt. Und da fragst du: ›Wer hat mich berührt?‹« Doch Jesus blickte sich um, um zu sehen, wer ihn berührt hatte. Aber die Frau fürchtete sich und zitterte. Sie wusste ja, was mit ihr geschehen war. Sie trat vor, warf sich vor ihm nieder und erzählte ihm alles. Er aber sagte zu ihr: »Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden. Du bist endgültig von deinem Leiden befreit.«
Während er noch redete, kamen einige Leute aus dem Haus des Synagogenleiters. Sie sagten: »Deine Tochter ist gestorben. Wozu bemühst du den Lehrer noch?« Aber Jesus hörte, was sie redeten. Er sagte zu dem Synagogenleiter: »Hab keine Angst! Glaube nur.« Jesus ließ sonst niemanden mitkommen, außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder von Jakobus. Als sie zum Haus des Synagogenleiters kamen, sah Jesus die aufgeregten Menschen. Sie weinten und klagten laut. Jesus ging hinein und sagte zu ihnen: »Warum seid ihr so aufgeregt? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.« Da lachten sie ihn aus. Aber er warf alle hinaus. Er nahm nur den Vater des Kindes, die Mutter und seine Jünger mit sich. Sie gingen in den Raum, in dem das Kind lag. Jesus nahm die Hand des Kindesund sagte zu ihm: »Talita kum!«, das heißt: Mädchen, ich sage dir: Steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging einige Schritte umher. Es war zwölf Jahre alt. Da gerieten alle vor Staunen außer sich. Jesus schärfte ihnen ein: »Erzählt niemandem etwas davon. «Dann sagte er: »Gebt dem Mädchen etwas zu essen.«


Gedanken zu „Gottes Reich – Heilsame Nähe und Macht“
Was für eine Zeit der Wunder. Diese Zeit als Jesus zum Anfassen durch die Lande ging. Man möchte fast neidisch werden, oder? Das, was ich heute so oft nenne, das Reich Gottes, es soll hier in seiner ganzen Macht gemalt werden: Krankheit, Besessenheit und sogar der Tod, sie sind machtlos gegenüber dem Wort und der Berührung von Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch. Die längsten Heilungsgeschichten der Bibel, selbst im so knappen Markus, sollen die schiere Macht Gottes zeigen.

Vor allem sollen sie unmissverständlich klarmachen, dass Jesus die Macht Gottes in sich trägt. Sogar wenn man nur seine Kleidung berührt, wirkt Gottes Macht. Hier mischt sich nun Wunder, Glaube und literarisches Können: Hier entsteht Erstaunen und Verwunderung über diese Geschichten. Hier sind sogar wir mit drin in der Geschichte: und das ist so genial gemacht, dass ich es euch einfach erzählen muss: denn hier wandert Gottes ewiges Versprechen an sein Volk Israel, seine Kinder, bis zu uns nach Reutlingen. Du bist gemeint: diese Macht und diese heilende Nähe in Gottes Reich, du sollst mitten drin sein: Jesus geht nach Gerasa, heraus aus dem Lande Israel…dort herrschen finstere Mächte, die Menschen quälen, das Bild dafür: ein besessener Mann, ein Nicht-Jude…Die Dämonen und er erkennen Gottes Macht in ihm. Und sie sagen Ihren Namen: „Legion, denn wir sind viele“. In der Bibel steht nichts zufälliges, die Dämonen heißen wie eine militärische Einheit der Römer, die die Welt unterjocht haben: Legion. Kein Zufall. Nichts in dieser Welt ist mächtiger als Gott, darum erlaubt Jesus den bösen Geistern auszufahren. Und wo hinein? Na klar – in eine Schweineherde – Juden ist es nicht erlaubt, Schweinefleisch zu essen – nie hätte es im alten Israel eine Schweineherde gegeben: Jesus hat einen Schritt aus dem Heiligen Land gemacht – in unsere Welt – außerhalb Israels, dort wo man das Markusevangelium lesen soll. Wo man die gute Nachricht hören soll: Wo in Gottes Reich Freiheit am Leib und im Geiste herrschen soll: Freiheit am Leib, Symbol: die Legion treibt er aus; Freiheit im Seelischen: die Dämonen fahren in die Tiere, diese werfen sich ins Meer, alle Mächte, welche Menschen quälen könnten, sind machtlos gegen Gott!

Und Richtung Ostern hört dies: Gott ist sogar mächtiger als der Tod. Viel kann man debattieren über die Erweckung des Mädchens – war sie bewusstlos? War sie flachatmig, mit so wenig Puls, dass eine Berührung reichte? Oder schlief sie wirklich nur tief? Man kann es sehen, wie man mag – hier im Text findet sich kein anderer Hinweis, außer, dass das Mädchen wirklich tot war. Schon die Trauermusik spielte: ich kann hier nichts anderes lesen, als dass Jesus sie wieder zum Leben erweckt hat. Der Schlaf in der damaligen Welt der Euphemismus für den Tod: Und für Gott ist der Tod auch nur ein Schlaf, und darum weckt Jesus das Kind AUS DEM TOD mit den Worten, mit denen Eltern der damaligen Zeit ihre Kinder morgens sanft weckten: »Talita kum!«, Kind, wach auf! Derjenige, der den Tod besiegt hat, der weckt hier das Mädchen auf – diese Geschichte ist ein Zeichen dafür, dass nicht nur Jesus Christus auferstanden ist, sondern auch wir, auch hier in Reutlingen und überall.

AMEN.

Pfarrer Patrick Mauser

 

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In der Woche vom 22 bis 28. Februar lesen wir gemeinsam Kapitel 4 +5.
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